Marc Wassmer

« Die Faust ballen und durch die Sonne blicken:
In dieser Geste liegt ein winziger Lichtfunke, eine Metapher für ein Leben, das der Kunst, der Musik, der Bewegung und der Materie gewidmet ist. Dieser Funke zieht den Faden eines Weges, auf dem sich Körper und Geist vereinen, um eine Sprache zu erschaffen, eine geheime Schrift zwischen dem Greifbaren und dem Immateriellen. »

Als vielseitiger Musiker spielt er Gitarre und Querflöte und singt als Bassbariton Opernarien, Lieder und Musicalmelodien. Als leidenschaftlicher Bassbariton verfolgt er mit Bewunderung den Werdegang von Cecilia Bartoli, deren Anspruch und künstlerische Freiheit seine eigene Beziehung zur Stimme nähren. Parallel dazu komponiert er zeitgenössische und poppige Instrumentalwerke, in denen Atem und Klangarchitektur miteinander in Dialog treten. Als Tänzer, der in klassischer Strenge und modernem Ausdruck geschult ist, hat er die Grammatik der Geste eingefangen, die er durch Bildhauerei, Malerei und Fotografie vermittelt.

In den bildenden Künsten boten ihm Bildhauerei, Acrylmalerei, Video, Glasmalerei und Kunstschmiedehandwerk eine Vielzahl von Sprachen, um das auszudrücken, was das Wort nicht zu fassen vermag. Als Kameramann und Regisseur verewigt er Aufführungen und Künstlerkarrieren und beherrscht Audioaufnahmen, Mixing, Mastering, Grafikdesign und Musikvideos. Sein Know-how erstreckt sich auch auf architektonisches Design, die Kreation von Uhren, das Entwerfen von Schmuck – Ringe, Ohrringe, Broschen – und die originelle Entwicklung von Schuhen und Kleidung.

Als Handwerker für Bronze, Holz und Stein, akribischer Juwelier, kreativer Uhrmacher, Textildesigner und digitaler Künstler arbeitet er auch mit 3D-Druck, CNC, Laserschneidern und -gravierern und verbindet so traditionelles handwerkliches Können mit zeitgenössischen Technologien. Seine Erfahrung im Grafikdesign, die er in spezialisierten Druckereien gesammelt hat, hat seinen Blick für die Präzision und den Anspruch der künstlerischen Geste weiter bereichert.

Seine Reise führte ihn in die USA, auf den Weg der Performance und des Happenings im Schatten von John Cage – eine prägende Erfahrung. Als leidenschaftlicher Hüter des Schweizer Nähmaschinenmuseums und kurioser Objekte in Freiburg ist er zugleich Kurator und Schauspieler in diesem Theater der industriellen Erinnerung.

Seine wichtigsten Einflüsse – Henry Moore, Stanulis und die Klangmeditation aus fünfzig Jahren Praxis des Yoga von Sri Aurobindo, genährt durch die Lehren der Mutter und den Geist von Auroville – durchfluten sein Schaffen mit einer einzigartigen Tiefe und Poesie. In der Natur, auf inspirierenden Spaziergängen, ebenso wie vor einem Kühlschrank, der zur kulinarischen Improvisation einlädt, pflegt er diese Kunst der Verbindung zwischen dem Vergänglichen und dem Beständigen, zwischen dem Objekt und seiner Bedeutung.

Jedes Werk, sei es eine Bronzeskulptur, eine digitale Foto-Skulptur, ein Glasfenster oder eine Kunstschmiedearbeit, ein Zeitmesser oder ein Schmuckstück, ein Gemälde, ein Kleidungsdesign oder eine Klangkomposition, entfaltet eine Semiologie des Körpers und der Materie, eine Sprache aus inspirierten Gesten, Zeichen und Emotionen, die durch seinen Blick verklärt werden. »